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Mi, 2 Oktober, 18:00 Uhr Berlin

Osteochondrale Läsionen am Sprunggelenk: Aktuelle Therapieoptionen und klinisches Outcome

Referent: Dr. med. Martin Wiewiorski

Osteochondrale Läsionen des Talus (OLCT) kommen relativ häufig vor und betreffen vor allem jüngere, sportlich aktive Patienten.

LIVE WEBINAR Wed 2 Oct, 06:00 PM Berlin

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02 Oct 2019, 09:00 AM

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02 Oct 2019, 12:00 PM

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02 Oct 2019, 05:00 PM

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02 Oct 2019, 06:00 PM

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03 Oct 2019, 12:00 AM

Sydney

03 Oct 2019, 02:00 AM

Osteochondrale Läsionen am Sprunggelenk: Aktuelle Therapieoptionen und klinisches Outcome

Dr. med. Martin Wiewiorski

Osteochondrale Läsionen des Talus (OLCT) kommen relativ häufig vor und betreffen vor allem jüngere, sportlich aktive Patienten.

Die Aetiologie dieser Erkrankung ist nicht immer eindeutig bestimmbar. Eine der häufigsten Ursachen ist jedoch ein Trauma des Sprunggelenkes, welches oft in einer partiellen oder kompletten Abscherfraktur der Taluskante resultiert. Diese abgescherten, osteochondralen Fragmente heilen tendenziell schlecht, da einerseits oft die Verletzung nicht diagnostiziert wurde und entsprechend keine ausreichende, konsequente Ruhigstellung erfolgte und andererseits die Taluskante eine eingeschränkte vaskuläre Versorgung aufweist. In der Folge entsteht eine Art chronische Pseudarthrose, welche im Langzeitverlauf nicht mehr auf eine konservative Behandlung anspricht. Die Morphologie, Grösse und Lokalisation einer OCLT variiert stark und meist ist die genaue Ursache der Schmerzen nicht klar.

Zur Diagnostik und Planung eines operativen Eingriffes empfiehlt sich neben dem belasteten konventionellen Röntgen die Durchführung einer Computertomographie oder Magnetresonanztomographie. Mit beiden Untersuchungen ist die genaue Lage, Morphologie und Grössenbestimmung der Läsion möglich. Konservative Therapieversuche können kurzfristig eine Besserung der Symptomatik erreichen, Versagen jedoch meist im Langzeitverlauf. Besteht die Indikation zur operativen Therapie steht hier eine Vielzahl an Techniken zur Verfügung: Mikrobohrung, retrograde Anbohrung, Transfer autologer oder allogener Knochen-Knorpel-Zylinder, autologe Knorpelzelltransplantation (als Suspension oder auf Matrix gezüchtet), juvenile allogene Knorpel-Partikel, matrixgestützte Verfahren, und viele andere. Das Ziel der operativen Therapie ist die Wiederherstellung der geschädigten Talusschulter.

Dieser Kurs soll Ihnen einen Überblick über aktuelle operative Therapien geben und eine Unterstützung in der adäquaten Indikationsstellung der jeweiligen Verfahren bieten. Zudem werden die klinischen Ergebnisse der Verfahren erläutert, damit Sie in der Lage sein werden, ihren Patienten eine realistische Perspektive über den möglichen Behandlungserfolg darbieten zu können.

Programm

  1. Definition Osteochondrale Läsion am Sprunggelenk
  2. Ursachen im Überblick
  3. Zystische Form
    • Ursachen
    • Diagnostik
  4. Traumatische osteochondrale Läsion
    • Fallbeispiel Fußballer
    • Klassifikation
  5. Therapieoptionen
    • konservativ vs. operativ
    • operative Zugangswege: offen vs. Arthroskopie
    • Mikrofracturierung vs. OATS vs. Implantat
    • Autologe Knorpelzelltransplantation (ACT)
    • Autologe Osteochondrale Transplantation (AOT)
    • Allograft Transplantation
    • Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese (AMIC)
    • Begleittherapie (Umstellung, PRP)
    • Nachbehandlung/Rehabilitation
  6. Journal Club: Therapieoptionen und Erfolgsaussichten im Literaturvergleich
  7. Zusammenfassung

Lernziel

Übersicht der aktuellen Behandlungsstrategien für osteochondrale Läsionen des Sprunggelenks und deren klinisches Ergebnis.


Referent

Dr. med. Martin Wiewiorski

Heute leitender Arzt an der Klinik für Orthopädie und Traumatologie am Zürcher Kantonsspital in Winterthur begann Dr. med. Martin Wiewiorski, Absolvent der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, seine Laufbahn 2007 als Forschungsassistent am Kantonsspital Basel, von wo aus es ihn ein Jahr später an die Klinik für Unfallchirurgie des Universitätskrankenhaus Bergmannsheil in Bochum zog. Nach eineinhalb Jahren kehrte er nach Basel zurück, als Forschungsassistent bei Prof. Valderrabano. 2012 legte Dr. Wiewiorski die Zertifizierung als Facharzt. Im selben Jahr erhielt er zudem die Gelegenheit im Rahmen eines eineinhalbjährigen Forschungsstipendiums am Beth Israel Deaconess Medical Center der Harvard Medical School in Boston auch als Forschungsassitent zu arbeiten. Dem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten folgte die erfolgreiche Ablegung des Masters Degree in Health Care Administration Management an der TU Kaiserslautern und eine Stelle als Oberarzt am Kantonsspital Basel 2014. Seit Mai 2015 hat der auf arthroskopische Eingriffe spezialisierte Sprunggelenks- und Fuss-Experte seine momentane Stelle in Winterthur inne. Im Laufe seiner Karriere war Dr. Wiewiorski an über 100 Publikationen beteiligt.

Mitgliedschaften

  • Schweizerische Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie (SGOT)
  • American Orthopaedic Foot and Ankle Society (AOFAS)
  • International Cartilage Research Society (ICRS)
  • Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatoligische Sportmedizin (GOTS)
  • Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA)

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