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Mi, 13 September, 19:00 Uhr Berlin

Der Bewegungsfixateur am Ellenbogen

Referent: Priv.-Doz. Dr. Thomas Gausepohl

Luxationen und Luxationsfrakturen bedeuten auch heute noch eine große Herausforderung für die behandelnden Ärzte. Mit Hilfe moderner Osteosyntheseverfahren lassen sich viele Frakturen sicher versorgen.

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Der Bewegungsfixateur am Ellenbogen

Priv.-Doz. Dr. Thomas Gausepohl

Luxationen und Luxationsfrakturen bedeuten auch heute noch eine große Herausforderung für die behandelnden Ärzte. Mit Hilfe moderner Osteosyntheseverfahren lassen sich viele Frakturen sicher versorgen.

Für die Behandlung verletzter Gelenke und vor allem die ‚Wiederherstellung‘ des Kollateralbandsystems finden sich kaum verlässliche Systeme. Dabei muss ein knöchern ausgerissenes Band von einem zerfaserten intraligamentären Riss unterschieden werden. Während sich das Knochenstück mit anhängigem Band gut refixieren lässt, ist eine Naht des zerfaserten Bandes häufig frustran. Hier ist man auf die Selbstheilungsmechanismen der Natur angewiesen.

Die natürliche Heilung verletzter Kapsel-Band- Systeme durch Bildung von kollagenem Narbengewebe funktioniert zuverlässig und führt bei entsprechender Ruhigstellung innerhalb von sechs Wochen nahezu immer zu einer hohen Stabilität. Eine Einsteifung des verletzten Gelenkes ist dabei die unvermeidliche Folge.

Der Einsatz eines humero-ulnaren Bewegungsfixateurs, der bei korrekter Anlage die Bewegung des Ellenbogengelenkes in Bezug auf Extension und Flexion sowie Pro- und Supination während der Heilungsphase zulässt, steuert die Bildung des Reparaturgewebes und stellt eine funktionell wertige Beweglichkeit des verletzten Gelenkes wieder her.

Der Einsatz eines solchen Bewegungsfixateurs sollte bei posttraumatischer Instabilität und einer dadurch bedingten verlängerten Ruhigstellungszeit in Erwägung gezogen werden. An erster Stelle sind hinsichtlich der Indikation hier die komplexen Luxationen und Luxationsfrakturen zu nennen. Aber auch bei multifragmentären, gelenkbeteiligenden Humerusfrakturen kann die zusätzliche Applikation eines Bewegungsfixateurs ausgesprochen hilfreich sein.

Wichtig ist dabei die genaue Einstellung des Bewegungszentrums. Obwohl es sich bei der humeroulnaren Verbindung im strengen Sinne nicht um ein reines Scharniergelenk handelt, kann mit einem Bewegungsfixateur in den meisten Fällen der volle Bewegungsumfang erreicht werden. Postoperativ ergeben sich Einschränkungen der residualen Beweglichkeit vor allem durch eine Schmerzschonung des Patienten. Hier bedarf es einer aktiven Begleitung des Patienten und ggf. der Physiotherapie durch den Arzt.

Zusammenfassend hilft der Bewegungsfixateur externe bei ausgeprägten Verletzungen des Kapsel-band- Apparates die kollagene Narbe zu lenken und bei gelenkbeteiligenden Frakturen des Ellenbogens, die mechanischen Kräfte zu neutralisieren.


Referent

Priv.-Doz. Dr. Thomas Gausepohl

01.02.1991:  Assistant in Trauma Unit, St. Vinzenz Hospital, Cologne (Prof. H. von Elmendorf)

01.08. 1992 Assistant in Trauma Unit, St. Vinzenz Hospital, Cologne (Prof. D. Pennig)

08.01.1993 Promotion (magna cum laude) Experimental work on: “Experimentelle Untersuchungen zur lokalen cerebralen Glukoseutilisation in frontale Cortexarealen der Ratte. Eine quantitative 1-(14)- 2-Desoxiglucosestudie.“

01.08.1994 Assistant in Abdominal and Thoracic surgery, Marienhospital (affiliated with University of Bonn) (Prof. Schwering)

01.01. 1997 Scientific Assistant in the Anatomical Department of the University of Cologne (Prof. Koebke)

23.04.1998 Examination as “General Surgeon”

18.06.1998 Examination as “Special Trauma Surgeon”

01.07.1998 Senior Trauma Surgeon in Trauma Unit, St.Vinzenz Hospital, Cologne (affiliated with the University of Cologne) (Prof. Pennig)

01.01.2001 First Assistant in Trauma Unit, St.Vinzenz Hospital, Cologne (affiliated with the University of Cologne) (Prof. Pennig)

14.1.2003 Examination as “Hand Surgeon”

01.04.2005 – 31.12.2013 Director of the Trauma, Hand and Reconstructive Department of the “Klinikum Vest“, Paracelsus – Hospital Marl).

01.01.2014 – Director of the Department for Trauma and Orthopedics of Lahn-Dill- Kliniken, Klinikum Wetzlar.

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